Etappe W20

Natur & Landschaft

Wasserfälle am Tatzelwurm

Die Wasserfälle am Tatzelwurm werden vom Auerbach gespeist und fallen über mehrere bis zu 10m hohe Kaskaden im Mangfallgebirge, einem Teil der Bayerischen Voralpen, nach unten. Sie liegen zwischen Oberaudorf am Südende der Tatzlwurmstraße und östlich der Sudelfeldstraße Richtung Brannenburg. In der tief eingeschnittenen Gumpei-Schlucht stürzen sich die Wassermassen des in den Inn mündenden Auerbachs über mehrere Felsstufen insgesamt 95m in eine wenige Meter breite, felsige und von Bäumen gesäumte Klamm. Die vom aufstäubenden Wasser durchsetzte Luft schimmert oft in den Farben des Regenbogens. Der Zugang zu den Wasserfällen ist ab dem Hotel Tatzlwurm mit einem ausgebauten Weg und je einer Brücke im oberen und im unteren Teil erschlossen. Seinen Namen erhielen die Wasserfälle bereits vor über 750 Jahren nach dem Fabelwesen Tatzelwurm.

Tatzlwurm 1 | 83080 Oberaudorf

Rehleitenkopf

Rehleitenkopf

Höhe: 1.338 m.ü.NN. | Schartenhöhe: 117 m | Dominanz: 2,8 km | Orografische Dominanz: 9%

Nach Westen fällt der Rehleitenkopf steil in das etwa 700 Meter tiefer liegende Tal des Förchenbachs ab. Der Steilhang trägt den Namen „Rehleite“ (von Leite = Abhang). Nach Osten fällt der Berg wesentlich flacher zu dem etwa 200 Meter unterhalb des Gipfels liegenden Bergbauernhof Hohe Asten ab. Der Gipfel ist ein fast schon spektakulär aus dem Wald vortretender Felsen, auf dem ein hölzernes Gipfelkreuz steht. Nachbargipfel ist der nur etwa 700 Meter nordnordöstlich liegende 1337 Meter hohe Großen Riesenkopf, der mit dem Rehleitenkopf über einen etwa 1220 Meter hohen Pass verbunden ist.

Großer Riesenkopf

Gipfel des Großen Riesenkopf

Höhe: 1.337 m.ü.NN. | Schartenhöhe: 24 m | Dominanz: 0,7 km | Orografische Dominanz: 2%

Der Große Riesenkopf liegt im östlichsten Teil der Wendelsteingruppe des Mangfallgebirges in den Bayerischen Voralpen. Er ist der Nachbargipfel des nur etwa 700 Meter südsüdöstlich liegenden, 1.338 Meter hohen Rehleitenkopfs, mit dem er über einen etwa 1220 Meter hohen Pass verbunden ist. Südlich des Gipfels befindet sich der Bergbauernhof Hohe Asten, der auf vielen Wegen zum Gipfel als beliebte Einkehrmöglichkeit dient.

Blumen am Weg

Je nach Jahreszeit finden sich am Weg unserer Wanderungen viele verschiedene Blumen. Bei dieser Etappe kann man unter anderem Huflattich, Gewöhnlichen Seidelbast, Kleine Eberwurz, Weiße Pestwurz, Hohe Schlüsselblume, Leberblümchen, Kleines Schneeglöckchen und Frühlings-Krokus entdecken.

Huflattich

Tussilago farfara

Huflattich

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: sicher ungefährdet (häufig)

Blütezeit: Februar - April

Gewöhnlicher Seidelbast

Daphne mezereum

Gewöhnlicher Seidelbast

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: ungefährdet (sehr häufig)

Blütezeit: Februar - März

sehr giftig


Kleine Eberwurz (Golddistel)

Carlina vulgaris

Kleine Eberwurz

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: Vorwarnstufe (selten)

Blütezeit: Juli - September

Weiße Pestwurz

Petasites albus

Weiße Pestwurz

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: Vorwarnstufe (häufig)

Blütezeit: April - Mai


Hohe Schlüsselblume (Hohe Primel)

Primula elatior

Hohe Schlüsselblume

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: ungefährdet (häufig)

Blütezeit: März - Mai

Leberblümchen

Hepatica nobilis

Leberblümchen

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: ungefährdet (zerstreut)

Blütezeit: März - April

schwach giftig


Kleines Schneeglöckchen

Galanthus nivalis

Schneeglöckchen

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: stark gefährdet (häufig)

Blütezeit: Februar - April

giftig

Frühlings-Krokus

Crocus vernus

Frühlings-Krokus

Status in Bayern: einheimisch

Bestand: stark gefährdet

Blütezeit: März - Juni

giftig